Stellungnahme zum „Arzneimittelbrief 2/2026“: Die Fakten zur ärztlichen Hausapotheke

Im Februar 2026 wurde im „Arzneimittelbrief“ (Nr. 2/2026) in dem Artikel „Apotheken in Not?“ die österreichische ärztliche Hausapotheke kritisiert. Die „Personalunion“ von Arzt und Apotheker wird darin negativ konnotiert und als potenzieller Interessenkonflikt sowie als Instrument zur finanziellen Attraktivierung von Praxisübernahmen dargestellt.

Diese einseitige Berichterstattung wird vom Schutzverband der Hausapotheken führenden Ärzte Österreichs entschieden zurückgewiesen. Derartige Behauptungen ignorieren die Versorgungsrealität, in der Hausapotheken eine unverzichtbare Säule der Gesundheitsversorgung darstellen:

  • Sicherung der Kassenarztpraxen: Österreichweit versorgen 914 Ärzte mit Hausapotheken rund 3 Millionen Menschen. Kassenarztpraxen lassen sich nachweislich leichter besetzen, wenn eine ärztliche Hausapotheke angeschlossen ist – im Gegensatz zu Regionen, in denen diese ersetzt wurden.
  • Medizinischer Patientennutzen: Kranke Menschen profitieren von „Medizin aus einem Guss“ (One-Stop-Shop). Zusätzliche Wege entfallen, das Infektionsrisiko wird minimiert und es gibt keine Extragebühren wie Nachtzuschläge.
  • Ökologischer Vorteil: Durch die Vermeidung von zusätzlichen, oft zwingend mit dem Auto durchgeführten Apothekenfahrten am Land werden jährlich Millionen von Autokilometern und tausende Tonnen CO2 eingespart.

Zur objektiven Beurteilung der Sachlage stehen alle relevanten Dokumente nachfolgend im Detail zur Verfügung: